Ginmon Test: Vorstellung, Meinung und Erfahrungen

Ginmon im Test mit Erfahrungen und MeinungGinmon ist der erste Robo-Advisor, den ich mir hier auf Finanz-Einstieg.de als erstes genauer anschaue. Tatsächlich zählt der im Jahr 2014 vom Ex-Deutschen Bank Angestellten Lars Reiner gegründete Online-Dienst zu den bekannteren deutschen Robo-Advisor. Der Name stammt übrigens aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt etwa so viel wie „silbernes Tor“. Ob es sich dabei wirklich um ein finanziell glanzvolles Portal handelt oder doch nur um ein klappriges Scheunentor, das erfährt man im nachfolgenden Ginmon Test, in dem ich den Dienst vorstelle und meine Meinung und Erfahrungen damit mit dir teile.

Was macht Ginmon?

Ginmon ist ein automatischer Vermögensverwalter, der das Geld seiner Nutzer in ein ETF-Weltportfolio anlegt. Er zählt sich damit zu den sogenannten Robo-Advisorn. Der Dienst richtet sich an Anleger ohne Vorkenntnisse, die bequem und einfach ihr Geld mit wenigen Klicks anlegen möchten. Bevor es aber soweit ist, muss erst einmal eine individuelle Anlagestrategie ermittelt werden. In einer kurzen Online-Befragung mit 7 Fragen wird dabei der Anlegertyp ermittelt. Zu beantworten ist unter anderem, wie alt man ist, wie viel man investieren möchte, wie lange der Investitionszeitraum ist, welche Anlagepräferenzen man hat, welche Werteentwicklung man bevorzugt oder auch welche maximale kurzfristige Änderung man hinnehmen würde, ohne gleich in Panik auszubrechen. Am Ende wird man auf einer Skala von 1 bis 10 eingeteilt, ob man sehr risikofreudig oder eher doch risikoavers ist. Wer sich in der Mitte der Skala befindet, für den eignet sich eine ausgewogene Anlagestrategie. Wer das Interview vollständig ausgefüllt hat, der kann sich anschließend nun die passende Anlagestrategie zusenden lassen.

Hinweis: Als erstes erhält man eine Mail zur Anmeldung für den Ginmon Newsletter. Diese Mail muss man nicht bestätigen, wenn man nicht in den Newsletter eingetragen werden möchte. Die Übersicht über die gewählten Anlagestrategie bekommt man unabhängig von der Newsletter-Anmeldung per separater Mail zugeschickt.

Anlagestrategie von Ginmon

Bei der Anlagestrategie muss man immer berücksichtigen, dass diese nach einem standardisierten Verfahren ermittelt wurde. Sie stellt damit keine wirkliche persönliche Empfehlung dar. Wie auch, bei einem Interview mit nur wenigen Fragen? Dennoch variiert die letztendliche Anlagestrategie natürlich je nach Antworten des potentiellen Anlegers. Ginmon variiert dabei zum Testzeitpunkt die Zusammensetzung aus einem Pool der fünf folgenden Anlageprodukte:

  • Aktien Industrieländer (UBS-ETF SICAV – MSCI World UCITS ETF)
  • Aktien Wachstumsmärkte (UBS-ETF SICAV – MSCI Emerging Markets UCITS ETF)
  • Aktien kleiner Unternehmen weltweit (Dimensional Global Small Companies Fund)
  • Anleihen Staaten und Unternehmen weltweit (Dimensional Global Short Fixed Income Fund)
  • Anleihen europäischer Unternehmen (iShares Core Euro Corporate Bond UCITS ETF)

Diese initiale Zusammensetzung wird nun im Laufe der Zeit optimiert und durch neue effizientere Produktbausteine ergänzt. Für den Ginmon Test bekam ich für ein ausgewogenes Verhältnis mit mittleren Renditen folgende Anlagestrategie vorgeschlagen:
Vorgeschlagene Anlagestrategie im Ginmon Test
Einmal pro Jahr findet darüber hinaus ein Rebalancing statt. Dies ist nötig, falls es Schwankungen zwischen den Anlageklassen gab.

Bei welcher Bank liegt das Depot?

Wie bei FinTech-Unternehmen üblich, besitzt auch Ginmon keine Banklizenz und ist auf die Kooperation mit einer Partnerbank angewiesen. Das Unternehmen selbst fungiert nur als Vermittler, für die eigentliche Platzierung und Verwaltung auf dem Finanzmarkt ist die Bank zuständig. Durch diese Konstellation und die Tatsache, dass es sich beim angelegten Geld über Ginmon um Sondervermögen handelt, ist man als Kunde bei einer möglichen Pleite von Ginmon geschützt. Das Geld liegt bei der Bank und ist auch bei einer Insolvenz des Robo Advisors weiterhin verfügbar und vor Gläubigern geschützt.

Das Ginmon Depot ist bei der DAB BankGinmon arbeitet mit der DAB Bank zusammen. Diese Direktbank, die als erster Discount-Broker Deutschlands im Jahr 1994 gegründet wurde, ist eine Marke der deutschen Niederlassung der französischen Großbank BNP Paribas mit Niederlassung in München. Ich selbst habe ehrlich gesagt noch keine Erfahrungen mit der DAB Bank gesammelt, konnte nach einer kurzen Internet-Recherche nun aber auch nicht beunruhigende viele negative Meinungen dazu finden. Falls du schon Erfahrung mit der DAB Bank hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du diese mit uns per Kommentar teilen würdest.

Was kostet Ginmon?

Der Hauptvorteil von Robo Advisors sind ganz klar die niedrigen Kosten, beispielsweise im Vergleich zu Fonds, wo Fondsmanager einen nicht unerheblichen finanzielle Teil für ihre Arbeit beanspruchen. Maschinen sind nun mal deutlich günstiger als Menschen, so auch in der Finanzwelt. Bei Ginmon setzen sich die Kosten aus zwei Bestandteile zusammen:
Ginmon Kosten

Grundgebühr

Mit der Grundgebühr werden alle anfallende Kosten gedeckt, die beispielsweise durch Transaktionen und Depotführung entstehen. Ginmon betont dabei, dass die erhobene Grundgebühr in der Regel günstiger sei als wenn man selbst sein Portfolio managen würden. Das Unternehmen begründet dies damit, dass sie als Anbieter von gleich ganz vielen Kunden Wertpapierkäufe und -verkäufe zusammenfassen und so gemeinsam verrechnen können. Außerdem könnte ich mir auch vorstellen, dass man als Unternehmen das direkt mit einer Bank zusammenarbeitet bessere Konditionen erhält als kleiner Privatanleger. Zum Testzeitpunkt betrug die Grundgebühr 0,39% der Anlagesumme pro Jahr. Meiner Meinung nach ist diese Gebühr tatsächlich recht gering, wenn man eine ähnliche Mischung von Anlageprodukten, wie bei Ginmon haben möchte. Allerdings ist die Grundgebühr nicht die einzige Kostenstelle, zusätzlich kommt nämlich noch eine Erfolgsbeteiligung dazu.

Erfolgsbeteiligung

Zu der Grundgebühr muss man als Ginmon-Kunde zusätzlich noch eine Erfolgsbeteiligung abgeben. Diese wird nach der sogenannten „High Watermark-Methode“ erhoben. Dabei orientieren sich die Erfolgsbeteiligung am höchsten Gewinnstand. Bei einer schwachen Marktphase soll so der Kunde nicht belastet werden. Zum Zeitpunkt des Ginmon Test betrug die Erfolgsbeteiligung stolze 10% der erzielten Gewinne, was meiner Meinung nach deutliche Kosten sind, die man auf jeden Fall mit einkalkulieren muss

Ginmon Features

Fazit

Ginmon bietet eine klare Oberfläche und glänzt in Punkten Benutzerfreundlichkeit und Support. Hier können auch Finanzanfänger mit wenig Wissen und noch viel weniger Klicks ihr Geld gut anlegen. Diese Leichtigkeit gibt es allerdings nicht umsonst. Zwar sind die Grundgebühren vergleichsweise gering, die zusätzliche Erfolgsbeteiligung von 10% auf den Gewinn darf man bei der Entscheidung, ob man sein Geld über Ginmon anlegt oder nicht, aber auf jeden Fall nicht ausblenden. Meiner Meinung nach ist Ginmon deshalb für all diejenigen interessant, die nicht viel Zeit und Mühe in die eigene Geldanlage stecken möchten. Mit Ginmon erhalten sie eine sehr gute Alternative zu einem herkömmlichen Vermögensberater, zu deutlich weniger Kosten.
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Hinweis: Bei den Links und Bannern zu Ginmon handelt es sich um Affiliate-Links. Für dich entstehen beim Besuch über diese Links keine weitere Kosten, ich als Betreiber von finanzeinstieg.de bekomme allerdings eine kleine Provision, falls du über diesen Link dich bei Ginmon anmeldest. Diese Provision hilft mir beim Betrieb von finanzeinstieg.de und sichert auch eine zukünftige Unabhängigkeit zu, um weitere Tests, Vorstellungen und weitere Informationen aus der Finanzwelt hier veröffentlichen zu können 🙂

Ginmon Bewertung

Ginmon Bewertung
7.5

Benutzerfreundlichkeit

9/10

    Flexibilität

    5/10

      Gebühren

      7/10

        Kundenservice

        9/10

          Vorteile

          • Einfache, automatische Geldanlage
          • Mindestinvestition 1.000 Euro mit Sparplan
          • Günsteige Grundgebühren
          • Guter Kundenservice
          • Investition in ETFs

          Nachteile

          • Zusätzliche Gebühr von 10% Gewinnbeteiligung
          • Ohne Sparplan Mindestinvestition von 5.000 Euro

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