Links der Woche: Cookies Insolvenz, Dividendenkönige Tabakkonzerne, Mifid II Änderungen und mehr

Finanz-Rückblick: Die besten Links der WocheEin schöner Themenmix aus der Finanzwelt erwartet dich mal wieder mit diesem Beitrag zu den Links der Woche. Erst einmal geht es eher schlecht los, denn das FinTech-Startup Cookies ist insolvent. Wie es dazu kam, lest hier etwas weiter unten. Darüber hinaus erfahrt ihr heute, warum Tabakkonzerne trotz sinkender Nachfrage immer noch zu den Didvidendenkönige zählen, was MiFid II mit sich bringt, warum Deutschland kein FinTech-Standort ist und was die Bundesbank über Hochfrequenzhändler herausgefunden hat. Viel Spaß mit den nachfolgenden Informationen.

Startup Cookies ist insolvent

Es hat mal wieder ein FinTech-Startup getroffen. Das Berliner Startup Cookies ist insolvent, das die gleichnamige Banking-App entwickelt hat. Cookies ist eine Art Messenger mit Überweisungsfunktion. Das Insolvenzverfahren läuft bereits und mit Garry Krugljakow hat auch schon der erste Gründer das Unternehmen verlassen. Angeblich soll er schon seit Monaten nicht mehr im Büro gesichtet worden sein. Mitgründer Lamine Cheloufi schreibt dazu im unternehmenseigenen Blog unter anderem:

Aber es gibt Voraussetzungen, unter denen Gründer-Romantik der Realität weichen muss. Wenn talentierte und engagierte Mitarbeiter die Kündigung einreichen und erfahrene Investoren begründete, ernstzunehmende Bedenken äußern, muss man als Unternehmen reagieren. Schließlich erkannte man gemeinsam, dass es unüberbrückbare professionelle und kulturelle Differenzen gab.

Auch Gründungsinvestor Ehssan Dariani resümiert auf Twitter:

Wie Tabakkonzerne die besten Dividenden zahlen

Auf ard.de habe ich mal wieder ein spannenden Artikel gefunden, wie Tabakkonzerne es schaffen, trotz eher sinkender Nachfrage, sich dennoch zu den Dividenenkönigen zählen lassen zu können. So sind Unternehmen aus der Tabakindustrie Meister für Preiserhöhungen, so seien die Tabakpreise seit 1950 fünfmal schneller gestiegen als die Inflation. Wer im Jahr 1900 einen Dollar in die Tabakbranche investiert hätte, der wäre schon im Jahr 2010 mehrfacher Millionär. Stolze 14,6 Prozent Rendite pro Jahr ermittelte eine Studie der London Business School. Da kann man nur gespannt sein, ob die Tabakindustrie diesen Schnitt weiterhin halten kann.

MiFID II Auswirkungen für Vermitteler

MiFID ist die Abkürzung für Markets in Financial Instruments Directiv und bezeichnet eine Richtlinie der Europäischen Union zur Harmonisierung („Gleichmachung“) der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt. Mit MiFID II steht die Überarbeitung der ursprünglichen Regelungen vor der Tür. Gegenüber dem Internet-Portal dasinvestment.com hat Jens Reichow, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, die wichtigsten Auswirkungen für Vermittler benannt, die auch für Anleger sehr interessant sein dürften. Einfach mal reinschauen!

Deutschland ist kein FinTech-Standort!?

Das könnte man aus einer „Meta-Studie“ der Hochschule Luzern rauslesen, die sich wiederum aus 21 Einzelstudien und Fachbeiträge zum Thema Fintech bedient. Verglichen wurden in der Studie 18 „Hubs“ aus dem Fintech-Sektor und zu diesen „Hubs“ zählt sich aus deutscher Sicht lediglich Berlin, das es zudem lediglich nur auf Platz 12 schaffte. Das Finanzzentrum Frankfurt wird beispielsweise erst gar nicht erwähnt. Mehr zur Studie findet man unter: http://www.swissbanking.org/de/services/blog/die-schweiz-ist-in-den-top-5-der-globalen-fintech-hubs.

Bundesbank-Studie: Hochfrequenzhändler können schädlich sein

Für Kleinanleger ist es auf den ersten Blick einfach nur unfair: Hochfrequenzhändler die innerhalb von Millisekunden Handelsentscheidungen treffen und so von den kleinsten Kursschwankungen profitieren können. Hinzu kommt, dass diese in der Regel automatisch geführten Trades immer wieder für sogenannte Flash-Crashs verantwortlich sind, also besonders heftige abstürze, die normalerweise in solch eine Intensität nicht stattfinden dürften. Doch tatsächlich bringt das sogenannte High-Frequency Trading auch nachweislich mehr Liquidität in die Märkte und tragen damit zur ihrer Funktionsfähigkeit bei. Blöd nur: Laut einer jetzt veröffentlichten Analyse der Deutschen Bundesbank, ziehen die Hochfrequenzhändler genau dann den Schwanz ein, wenn sie eigentlich am dringendsten benötigt werden. Definitiv ein sehr interessanter Aufsatz, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

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