Reingeschaut: Anlagestrategien 2015 der WirtschaftsWoche

anlagestragie-2015-dossierDie Zinsen im Keller, Immobilien und Gold gehypt, sodass man die Blase regelrecht spüren kann. Wohin mit dem Geld wird sich der ein oder andere Fragen. Ich bin zufällig über das kostenpflichtige Sonderdossier „Anlagestrategie 2015“ der Wirtschaftswoche gestolpert und dachte bei einem Preis von 1,99 Euro, dass ein Blick rein nicht schaden kann. Welche Informationen die 18 Seiten umfassen und ob sich ein Kauf lohnt, das erfährt man nachfolgend.

Die traurige Erkenntnis für alle Sparer hält der Dossier nicht lange zurück. Gleich zu Beginn an machen der Autor klar, dass es auch 2015 kaum Zinssteigerungen geben dürfte. Und der Zins der bleibt, der reicht bei weitem nicht aus, um die Inflation auszugleichen. Wer sein Geld also auf Sparbuch und Co. bunkert, der hat real am Ende weniger, obwohl der angezeigte Kontostand dank Minizins wächst. Was ist also der Ausweg? Im ersten Artikel wird Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank in Frankfurt zitiert: Man solle in die Wirtschaft investieren und dabei breit streuen: „In Aktien, in Unternehmensanleihen oder auch eventuell in offene Immobilienfonds“. Das ist auch schon der Konsens des Dossiers. Natürlich werden dann im Artikel auch die ein oder andere geeignete Anleihe genannt, wie die des Stahlwerkers Voestalpine, EnBW oder Adidas. Den obligatorischen Tipp zum Kauf von Gold findet man übrigens auch hier wieder. Es folgt ein Roundtable mit den Stimmen von Hauke Reimer (WirtschaftsWoche), Christoph Bruns (Loys), Jens Ehrhardt (DJE Kapital), Hendrik Leber (Acatis Investment) und Thorsten Polleit (Polleit & Riechert, Degussa). Wer in Aktien von Unternehmen in China, Russland oder andere Schwellenländer investieren möchte, findet anschließend einen Artikel mit den Einschätzungen der Experten. Der letzte Artikel widmet sich dann noch einmal den Anleihefonds zu.

Generell ist das Dossier schon ein rundes Paket. Der Titel suggeriert allerdings meiner Meinung nach mehr, als das Dossier liefert. Eine Strategie ist dann doch etwas anderes, als die Zusammenstellung schon veröffentlichter Artikel. Das ist übrigens auch der Knackpunkt. Im Grunde hat man alles schon gehört, einen wirklichen Grund für den Kauf des Dossiers gibt es eigentlich nicht, außer man beschäftigt sich zum ersten Mal mit der Thematik und braucht einen guten Einstieg. In diesem Fall sei aber die Website der WIWO empfohlen, auf der im übrigen auch alle im Dossier enthaltenen Artikel erschienen und immer noch kostenlos abrufbar sind. Wer sich dennoch das Dossier nicht entgehen lassen möchte, der findet dieses für 1,99 € hier.

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