Zinsbaustein Test: Vorstellung, Meinung und meine Erfahrung

Zinsbaustein Test, Erfahrungen und MeinungWie der ein oder andere vielleicht schon festgestellt haben dürfte, bin ich wirklich Fan der neuen und aufkommenden Crowdinvesting Plattformen. Bereits vier Plattformen habe ich mir mit Exporo, Bergfürst, Zinsland und Immofunding genauer angeschaut und getestet. Teilweise habe ich auf den verschiedenen Plattformen auch selbst eigenes Geld investiert, um so auch aus eigener Erfahrung sprechen zu können. Lange Rede, kurzer Sinn, mit Zinsbaustein teste ich hier nun schon die fünfte Crowdinvesting-Plattform und vergleiche die Plattform natürlich auch mit den Eindrücken und Erfahrungen mit den anderen Online-Diensten.

Immobilien-Investition leicht gemacht

Wie auch schon bei den anderen Vorgestellten Crowdinvesting-Plattformen liegt bei Zinsbaustein.de der Schwerpunkt auf dem Investieren in Immobilien. Wie bei Crowdinvesting üblich, investieren dabei eine Vielzahl an (Klein)Anleger in ein bestimmtes Projekt und profitieren von lukrativen Renditen. Investieren muss man dabei als Zinsbaustein-Anleger mindestens 500 Euro. Das ist für eine Immobilien-Investition zwar nicht viel, im Vergleich zu den anderen Plattformen aber auch der bisher höchste Betrag. Im Vergleich dazu kann man beispielsweise bei BERGFÜRST schon ab 10 Euro sein Geld anlegen.

Das Investieren selbst dürfte über die Plattform sehr einfach fallen. Wie auch schon andere Anbieter, setzt Zinsbaustein Plattform auf das bewährten Web-Fundament der Firma CrowdDesk. Wer also schon bei Zinsland, Exporo und Co. Geld investiert hat, der wird sich auch auf Zinsbaustein.de schnell zurechtfinden.
Zinsbaustein Oberfläche im Test: Klar und strukturiert
Unter dem Menüpunkt „Projekte“ bekommt man einen schnellen Überblick, welche Projekte bisher schon erfolgreich finanziert wurden, in welche Projekte momentan investiert werden kann und welche zukünftige Projekte bald verfügbar sind. Zum Zeitpunkt des Tests waren bereits drei Immobilien erfolgreich finanziert, eine stand aktuell zum Investieren bereit und mit dem Studentenwohnheim Düsseldorf war ein weiteres Projekt angekündigt.
Zum Zeitpunkt des Tests waren bereits drei Immobilien erfolgreich finanziert

Ausführliche Projektdetails

Mit einem Klick auf den Button „Zum Projekt“ bekommt man auch schon die Projektdetails angezeigt. In der sich nun öffnenden Seite findet man ganz oben entweder Bilder oder Videos zum Projekt. Das sieht zwar sehr schön aus, abgesehen von den Videos, haben die Bilder aber kaum einen Mehrwert. Mit den Illustrationen bekommt man hier lediglich eine ungefähre Vorstellung, wie das Projekt aussehen soll. Interessant wären hier beispielsweise Vorortaufnahmen oder Bauskizzen, die dort dargestellten Illustrationen sind aber lediglich ein optischer Reizpunkt.
Projektdetails auf Zinsbaustein - Meiner Erfahrung nach sehr ausführliche Informationen
Deutlich mehr Informationen verrät die Box auf der rechten Seite, die die wichtigsten Kennzahlen des Projekts auf den ersten Blick verrät. Darunter fallen die Zinsen pro Jahr, die Laufzeit, das Investitionsvolumen, das Rückzahlungsdatum, die Fundinglaufzeit und der aktuelle Stand, wie viel vom Projekt schon investiert wurde. Vergleicht man die Zinswerte, dann sind diese eher am unteren Ende anzurechnen. Bei allen Projekten konnte bzw. kann man 5,25% Zinsen pro Jahr erhalten. Bei Bergfürst oder Zinsland kann man hingegen je nach Projekt bis zu 7,00% erwirtschaften, etwas Luft wäre also bei Zinsbaustein schon noch etwas nach oben. Die Laufzeiten variieren je nach Projekt und liegen bisher zwischen 23 Monate und 31 Monate, Werte die beim Immobilien-Crowdinvesting meiner Meinung und Erfahrung nach durchaus im Rahmen sind.

Ein Projektprofil gibt einen ersten Überblick über das Projekt. Wer dann ins Detail gehen möchte, der muss nur etwas runterscrollen und findet anschließend die Tabs „Projekt“, „Entwickler“, „Partner“, „Chancen & Risiken“ und „Dokumente“. Während man letzteres nur als angemeldeter User zu sehen bekommt, sind alle anderen Informationen auch ohne Anmeldung für jeden verfügbar. Die Informationen sind dort bei den bisher eingestellten Projekten meinen Erfahrungen nach durchaus ausführlich. Vor der Investition sollte man sich auf jeden Fall alle Informationen aufmerksam durchlesen und zusätzliche Recherche durchführen. Gerade bei den Projektentwicklern gilt eine sorgsame Überprüfung, hängt doch das Projekt maßgeblich an deren Kompetenz. Sie beeinflussen maßgeblich ob das Projekt erfolgreich wird oder scheitert. Und falls es scheitert, dürfte man als Investor einer der Leidtragenden sein, denn Risiken gibt es natürlich auch bei Zinsbaustein.de

Totalverlust droht

In Zeiten von Niedrigzinsen oder gar Negativzinsen sind selbst 5,25% ein ordentlicher Zinsbetrag. Allerdings gilt auch hier, wie immer am Kapitalmarkt, umso höher die Rendite, umso höher auch das Risiko. Dementsprechend ist auch Zinsbaustein mit Vorsicht zu genießen, denn wie bei den anderen Crowdinvesting-Plattformen auch, droht hier der Komplettverlust des eingesetzten Kapitals. Als Investor vergibt man nämlich ein sogenanntes Mezzanine-Darlehen, bzw. genauer gesagt ein sogenanntes Nachrangdarlehen. Dieses besondere Darlehen, nimmt wie der Name schon sagt, in der Bedienungsreihenfolge im Falle der Insolvenz oder Liquidation des Projektentwicklers eine nachrangige Stelle ein, wird also erst nach den Forderungen der anderen Gläubigern bedient. Falls dann kein Geld mehr übrigbleibt, geht man leer aus. Zwar besteht keine Nachschusspflicht, sodass der maximale mögliche Verlust beschränkt ist, am Ende kann man aber eben dennoch mit dem Totalverlust dastehen. Dieses Risiko sollte man als Investor immer im Hinterkopf haben. Um das Risiko eines Totalverlustes zu minimieren, kann man verschiedene Strategien wählen. Zum einen sollte man beispielsweise alle gelieferten Informationen zum Projekt sorgfältig durchgehen und auf Validität überprüfen. Es reicht dabei nicht, sich nur auf die bereitgestellten Informationen von Zinsbaustein zu verlassen. Darüber hinaus sollte man selber recherchieren und insbesondere den Projektentwickler genauer unter die Lupe nehmen. Weiter sollte man natürlich nicht Geld investieren, das man unbedingt noch benötigt. Zudem ist es ratsam, die Investitionssumme auf mehrere Projekte zu streuen, umso das Risiko eines Totalverlusts zu minimieren.

Fazit

Zinsbaustein.de macht einen guten ersten Eindruck. Die Oberfläche und Bedienführung der Plattform war mir schon aus anderen Tests bekannt, sodass ich mich sofort zurechtgefunden habe. Die drei bereits finanzierten Projekte zeigen meiner Meinung nach deutlich, dass die Plattform auch bei den Anlegern schon großes Vertrauen genießt. Beim aktuellen Projekt und dem kommenden Projekt gibt es genügend Informationen, die bei einer Investitionsentscheidung behilflich sind. Im Vergleich zu den anderen Plattformen liegt der zugesicherte Zinssatz zwar im Rahmen, Exporo oder Bergfürst locken aber teilweise mit Projekten mit höheren Zinssätzen. Diese sind aber natürlich wiederum mit einem höheren Risiko verbunden, sodass sich ein Projekt auf Zinsbaustein.de ideal für die ersten Schritte und zum Sammeln von ersten Erfahrungen im Crowdinvesting anbieten würde. Nicht außer acht lassen sollte man aber das Risiko des Komplettverlustes. Deshalb im besten Fall erst einmal mit niedrigeren Summe, verteilt auf mehrere Projekte anfangen.

Wie sieht deine Meinung zum Anbieter Zinsbaustein aus? Hast du schon selbst Zinsbaustein Erfahrungen bzw. die Plattform getestet? Ich freue mich über deine Meinung und/oder Testbericht in den Kommentaren!


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Kommentare

  1. Sehr ausführlicher beitrag hat mir sehr gut gefallen. danke! Ich werde jetzt mal selbst Erfahrungen mit Zinsbaustein sammeln. Leider ist gerade kein Projekt auswählbar, aber das Studentenwohnheim Düsseldorf klingt schon gut, da ich es noch von mir selbst als Student kenne, das Wohnheime bzw. Zimmer knapp waren und man immer froh war, wenn man was gefunden hat. Sollte also aus meiner Sicht eine sichere Sache sein 😉
    Mal schauen … Ich werde hier auf jeden Fall meine Erfahrung dann noch einmal veröffentlichen!

  2. Christian meint:

    Hallo Peter,
    das Wohnheime prinzipiell eine sichere Sache sind, dagegen möchte ich gar nichts sagen. Allerdings geht es hierbei nicht um die Partizipation an einem erfolgreich realisierten Projekt, sondern um die Realisierung selbst. Sprich, wenn der Projektentwickler beim Bau in irgendwelchen Schwierigkeiten kommt, warum auch immer (egal ob Eigenverschulden vorliegt oder nicht), dann sitzt du als Anleger mit im Boot. Dir hilft es dann auch nicht, wenn das Projekt dann nach der Insolvenz des eigenentlichen Entwicklers doch noch umgesetzt und danach dann auch gut läuft. Dies sollte man immer vor Augen haben, wenn man in solche Projekte investiert. Probier es deshalb wie schon gesagt, vielleicht erst mal mit einer kleinen Investitionssumme aus und mach deine eigene Erfahrungen mit Zinsbaustein, bzw. mit dem Finanzierungsprinzip dahinter.
    Natürlich freue ich mich dennoch, wenn du deine Erfahrungen und Meinung bei einer Investition hier mit uns teilst 🙂

    Beste Grüße
    Christian

  3. Hallo Christian,
    danke für den Hinweis, ganz so blauäugig bin ich natürlich auch nicht 😉 Natürlich gibt es weiterhin Risiken und denen bin ich mir auch bewusst. Dennoch werde ich es probieren und hier meine Erfahrungen schildern – hoffentlich nur gute! Für alle die auch mal Zinsbaustein testen möchten, seit ein paar Tagen kann man in das von mir erwähnte Studentenwohnheim investieren!

  4. Christian meint:

    Hi Peter,
    super, freut mich, dass du selbst deine eigene Erfahrungen mit Zinsbaustein sammeln möchtest. Ich wollte mit meinen Kommentar nur allgemein darauf hinweisen, da hier auch viele unerfahrenere Anleger mitlesen und ihre Meinung bilden.

    Beste Grüße
    Christian

  5. Peter meint:

    Hallo Christian,
    ich habe mich bei Zinsbaustein in den Newletter eingetragen, da ich die Anlagemöglichkeit recht interessant zur Diversifikation finde. Zum Projekt „Wave“ in Berlin habe ich am 19.6., 23.6., 28.6. und 4.7.2017 eine Nachricht per E-Mail erhalten, was soweit auch in Ordnung ist. Was jedoch nicht geht, ist der Missbrauch bzw. Weitergabe der Daten und so haben wir am 8.7.17 eine unfrankierte Postkarte mit Werbung von Zinsbaustein zum Projekt Wave erhalten. Da Urlaubszeit ist, hat meine Tochter die Nachfrankierung bezahlt und erst dann festgestellt, dass es Werbung ist und keine Urlaubspostkarte. Es ist eine Unverschämtheit eine Massensendung ohne Porto zu versenden und die Kosten auf den Empfänger abzuwälzen. Diese Firma halte ich nicht mehr für seriös und lehne jeden weiteren Kontakt ab.

  6. Christian meint:

    Hallo Peter,
    vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen mit Zinsbaustein. Das ist in der Tat seltsam, dass Zinsbaustein unfrankierte Postkarten verschickt. Evtl. war es ein Versehen? Hast du das einmal direkt den Betreibern von Zinsbaustein gemeldet?

    Beste Grüße
    Christian

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