Buchvorstellung: André Kostolany – Die Kunst über Geld nachzudenken

Andre Kostolany Die Kunst über Geld nachzudenken Buchvorstellung

Ich muss gestehen, dass André Kostolanys Buch „Die Kunst über Geld nachzudenken“ eines der wenigen Finanzbücher ist, das ich mir schon nun zum wiederholten Male durchgelesen habe und es mir immer wieder aufs Neue sehr gut gefällt. Geschrieben ist es vom Altmeister selbst und das gewohnt locker und flockig, wie man Kostolany eben kennt. Nachfolgend möchte ich das Buch kurz vorstellen.

Inhalt

Den (inzwischen leider verstorbenen) Spekulant André Kostolany sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall kennen, wenn man sich selbst in die Finanzwelt wagt. Man kann über Spekulanten sagen was man will, die Gedankengänge eines Kostolanys sollte man dennoch einmal sich zu Güte geführt haben. Und dafür ist „Die Kunst über Geld nachzudenken“ auf jeden Fall ein guter Start. Auf fast 240 Seiten, die sich wirklich flott lesen, findet man alles, was man über den „Börsenzoo“ so wissen sollte. Immer wieder gespickt durch die eine oder andere Anekdote aus dem Leben von Kostolany.

Zusammenfassung

Im ersten Kapitel erfährt man etwas über die Faszination des Geldes. Dass man von einem Spekulanten hier ein ganz eigenes Weltbild bekommt, dürfte wohl klar sein. Doch obwohl sich Kostolany klar für das Geld ausspricht, da dieses für ihn zum einen Ausdruck des persönlichen Erfolgs und zum anderen schlichtweg Unabhängigkeit bedeutet, mahnt er dennoch keinen zu verkrampften Umgang damit zu haben.

Anschließend gibt er im zweiten Kapitel einen kleinen Überblick über die verschiedenen Protagonisten, die man so auf dem Parkett vorfindet. Der ein oder andere kommt dabei überhaupt nicht gut weg, aber Kostolany ist ja nicht gerade dafür bekannt, ein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Er selbst gibt sich gleichermaßen bescheiden wie aufschneiderisch.

„Obwohl oder vielleicht gerade weil ich selbst in meinen jungen Jahren Broker war, schätze ich sie nicht besonders. Die meisten von ihnen sind Dummköpfe. Doch sie sind nötig, damit die Börsen funktionieren.“ (S. 35 – Kapitel: Makler: Nur der Umsatz zählt)

Immer wieder finden sich zwischen den Zeilen einfache, aber dennoch umso wahre Finanzweisheiten: „Sachwerte werfen keine Rendite ab, deshalb eignen sie sich nicht als Anlagewerte (außer bei einer Hyperinflation)“, „Wirtschaft und Börsen gehen nicht immer parallel“ oder „Aktien auf Kredit zu kaufen ist verboten“. Darüber hinaus bekommt man einen schönen Einblick auf was es beim Spekulieren ankommt und das es bei weitem nicht so einfach ist, wie man sich das so gewöhnlich vorstellt.

Fazit

Es war das letzte Buch des Börsengurus André Kostolnay (der sich übrigens nicht als Guru sah) und dieses sollte man auf jeden Fall nicht verpasst haben. Pointiert bringt er das Leben und Wirken eines Spekulanten auf dem Börsenparkett auf Papier, ergänzt um die ein oder andere Börsenweisheit, an die man sich auch als Privatanleger halten sollte. So ist „Die Kunst über Geld nachzudenken“ auch nicht nur ein Buch für (angehende) Spekulanten, sondern für alle, die an der Börse ihr Geld vermehren wollen.

Das Buch sollte es bei jedem Buchhändler um die Ecke geben oder natürlich auch online, wie beispielsweise beim Versandhändler Amazon.de.

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